Unsere Hunde, so sitzen sie immer, z.b. wenn es Futter gibt. Rechts die Älteste, links der Jüngste.

Hunde sind seit langer Zeit Wegbegleiter des Menschen. Eigentlich sind sie das Rudeltier schlechthin, sind aber in der Lage den Menschen, beziehungsweise die ganze Familie, als Rudel zu betrachten. Das macht eine Einzelhaltung natürlich sehr einfach. 

Wir hatten seit Herbst 2007 einen Welpen, alles war perfekt. Sie war so süß, wie eben Hunde sind. Und super anhänglich. 

 

Anfang 2008 entschied sich meine Frau nun doch für ein Studium der Veterinärmedizin. Uns war klar, dass die Kleine mindestens 9 Stunden pro Tag allein sein würde. Da die häuslichen Gegebenheiten es hergaben und wir beide tierverrückt sind, entschlossen wir uns kurzerhand für einen Zweithund. Wir fanden einen bei Berlin und nutzen das gleich für ein paar Übernachtungen. Auf dem Rückweg holten wir ihn ab, wir konnten es schon gar nicht mehr erwarten.

Die Hündin war wohl etwas verwirrt. Als die drei hinten im Wagen saßen, legte sie sich demonstrativ weg. Da sah tatsächlich etwas eingeschnappt aus. Nach fast genau einer halben Stunde entschied sie sich doch anders. Sie legte sich mit zum neuen Familienmitglied, eingekuschelt lagen sie nun auf und am Schoß meiner Frau. 

Zuhause gab es kein Halten mehr. Wir hatten sie ein halbes Jahr. Aber SO haben wir sie noch nie erlebt. Sie platzte vor Freude, sprang umher und forderte ihn immerzu zum Spielen auf. Sie rannte im Flur umher, Treppe hoch, Treppe runter, Treppe hoch, in die Zimmer, aus den Zimmern...

Im Garten ging es weiter. Sie rannten durch den Garten und jagden sich, spielten ausgelassen. Sie spielten so, wie es ein Mensch nicht tun kann. 

Es war so schön anzusehen, dass wir noch am gleichen Tag wussten, dass es genau das richtige war. In den folgenden Tagen konnten wir noch mehr Verhaltensänderungen bemerken. Das ist nun sechs Jahre her, leider fällt mir nicht mehr viel ein, außer, dass wir richtig zufrieden waren angesichts der Freude beider Hunde.

Inzwischen sind es vier, und als der dritte dazukam merkte man, wie sich der Rüde veränderte und ausgelassener wurde. Die beiden spielen auch inzwischen exzessiv miteinander beim Spaziergang. Die erste Hündin mochte es auf Spaziergängen nie, sie schnüffelt lieber und markiert.

Jeder sucht sich bei den verschiedenen Beschäftigungen den Partner, mit dem er am meisten Spaß hat. Die Rüden schlafen immer gemeinsam eingekuschelt. Dann wie erwähnt die Spaziergangsspieler, die auch gern Tauziehen machen. Die erste und der letzte apportieren gern, zumindest versucht sie ihm das Teil dann immer abzuluchsen...

 

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